»Männliches Leid ist immer universell«? (Frédéric Valin)


Pressestimmen zu Karin Struck (Fotocopyright Stephen Firmender, Dreamstime.com)
... schuf mit dieser wüsten, autobiographienahen Text-Collage aber sehr viel mehr als ›nur‹ Literatur. (...) Wenn man es positiv formulieren würde, könnte man sagen, Karin Struck war eine hochempfindliche Seismographin gesellschaftlicher Veränderungen. Realistischer ist vermutlich die Deutung, dass die ewig Heimatlose erst Teil einer Jugend-, dann der Frauen- und schließlich der Friedensbewegung sein wollte ...« (Dr. Helmut Hein, Mittelbayerische, 13.5.2017)

»Ist es sinnvoll, einem Text die Frage zu stellen, ob er feministisch genug ist?« Muss Frau literarisch »... Welt, Familie und Mann ... retten ...? ... Burkhard Spinnen darauf: ›Im eigenen Leben ja, in der Literatur: nein.‹ Das war eine nette Umschreibung dessen, was Marcel Reich-Ranicki meinte, als er 1977 Karin Struck fragte: ›Wen interessiert schon, was die Frau denkt, was sie fühlt, während sie menstruiert?‹ Männliches Leid ist immer universell. Wenn aber Frauen leiden – am Verfall ihres Körpers, an den Anforderungen ihres Umfelds –, dann ist das ihre Sache.« (Frédéric Valin, der Freitag, Feminismus mangelhaft, 27.10.2015)

»Poesie ist politisch – und weiblich. Sie tanzt auf Hochzeiten und zerschneidet gleich Messern Alltäglichkeiten und Gesellschaftsfragen ... Auf die ›Suche nach einer globalen Condition humaine‹ im Persönlichen und Politischen begibt sich die indonesische Lyrikerin Dorothea Rosa Herliany«, auf Einladung des Karin-Struck-Stiftung e.V. (DAS GEDICHT blog, 3.10.2015)

                                                      Ältere Pressezitate und Artikel ...

Ein »extrem deutsches Buch,
auf eine imponierende und
beängstigende Weise.«
(Heinrich Böll über
»Die Mutter«)