»Das Private ist das Politische.«


Karin Struck kurz vor ihrem Tod in München (Fotograf/in unbekannt)
Kurz vor ihrem Tod
Karin Struck wurde am 14. Mai 1947 in Schlagtow bei Greifswald geboren. 1953 floh sie mit ihrer Familie nach Westdeutschland. Sie studierte Germanistik, Romanistik und Psychologie in Bochum, Bonn und Düsseldorf. Sie lebte später auch in Neu-Anspach im Taunus, Münster, Hamburg, Gütersloh und München. Sie war zweimal verheiratet und hat vier Kinder.

Karin Struck veröffentlichte dreizehn Romane, einen Erzählband und ein Sachbuch bei den Verlagen Suhrkamp, Tende, Pfaffenweiler Presse, Albrecht Knaus, List, Ullstein und LangenMüller, verfasste ein Drehbuch für die Verfilmung ihres Romans »Trennung« (Regisseur Peter Beauvais) und schrieb zahlreiche Erzählungen und Essays für diverse Medien.

Sie erhielt diverse Literaturpreise und -stipendien, u. a. den Rauriser Literaturpreis des Landes Salzburg (1974), den Andreas-Gryphius-Preis der Esslinger Künstlergilde (1976), ein Stipendium des Dt. Literaturfonds (1981) und der Kulturbehörde Hamburg (1983); 1988 war sie Writer in Residence an der University of Queensland in Brisbane, Australien; 1991 erhielt sie den Lebensschutzpreis der Stiftung »Ja zum Leben«.

Karin Struck verstand ihr Schreiben immer auch als gesellschafts- kritisches Engagement. Sie starb am 6. Februar 2006 in München.

»Karin Struck ist ein Medium,
durch das wir die Wirklichkeit
erfahren.« (Martin Walser)