»Die in jeder Hinsicht radikal Suchende« (taz)


Grab der Schriftstellerin Karin Struck auf dem Münchner Waldfriedhof
Grab in München
»Der erste Schritt ist, zu erkennen, dass das Private das Politische ist, dass ... wir die Grenze unserer Persönlichkeit immer viel zu eng ziehen. Jedes unserer sogenannten privaten Probleme ist ein Moment der Zeit, in der wir leben ...« (Karin Struck)

Ob beim Thema Geschlechterkampf oder Sexualität, Mutterschaft oder Abtreibung, Drogensucht, Generationenkonflikte, Politik oder Religion. Karin Strucks Leben und Werke sind geprägt von der Suche nach Heimat, dem Kampf gegen die Einsamkeit einer Entwurzelten für eine bessere Welt und der Utopie und Unmöglichkeit der Liebe. Ihr Stil, von so manchem Kritiker als formlos empfunden, divergiert zwischen Subjektivität und Entfremdung, zwischen Nähe und Distanz, zu sich zum Modell, zum Text. Ihre Kaiserdisziplin war ihr Tagebuch, die Fundgrube, aus der sie für ihre Werke schöpfte. Karin Struck war unbequem und als Mensch nicht immer einfach, eine ewige Rebellin, die sich immer und manchmal zu sehr engagierte und sich oft zwischen die Stühle stellte, auch dann, wenn sie gegen Windmühlenflügel kämpfte. Immer aber sah sie sich, ihr Schreiben also auch das Subjektive, mithin das Private als Seismograf der Gesellschaft.

8.3. bis 21.3.2011
Karin Struck-Porträt in Aus-
stellung von Hain Eric Diekel

Mehr Aktuelles ...